Context Engineering vs. Prompt Engineering: der Praxisguide für Claude und ChatGPT
Was Kontext-Engineering ist, warum es 2026 wichtiger ist als jedes Prompt-Template, wie Anthropic es bei Claude umsetzt und wie Sie es mit Claude Projekten sofort anwenden. Mit Claude-ChatGPT-Vergleich und Fakten aus Primärquellen.
Context Engineering (Kontext-Engineering, oft auch Kontext Engineering geschrieben) ist die Disziplin, für jede Anfrage an ein KI-Modell die bestmögliche Zusammenstellung aller Informationen im Kontextfenster zu gestalten: Systemanweisungen, Dokumente und Wissen, Beispiele, Werkzeuge und Gesprächsverlauf. Anthropic beschreibt es als die Gesamtheit der Strategien, mit denen die optimale Auswahl an Tokens während der Verarbeitung kuratiert und gepflegt wird.
Prompt Engineering ist darin enthalten: Es bezeichnet das Schreiben und Strukturieren der Anweisung selbst. Context Engineering fragt darüber hinaus, was das Modell sonst noch sehen muss, was es nicht sehen sollte, und wie sich das über viele Schritte hinweg pflegen lässt.
- Prompt Engineering optimiert die Formulierung einer Anfrage. Context Engineering optimiert alles, was das Modell sieht, und zwar bei jedem einzelnen Schritt neu.
- Mehr Kontext ist nicht automatisch besser: Chroma Research zeigte im Juli 2025 bei allen 18 getesteten Modellen, dass die Leistung mit wachsender Eingabelänge sinkt. Der Fachbegriff dafür lautet Context Rot.
- Anthropics Leitprinzip: die kleinstmögliche Menge an Tokens mit hohem Signalwert, die das gewünschte Ergebnis am wahrscheinlichsten macht.
- Claude bietet dafür Projekte mit Anweisungen und Projektwissen, projektbezogene Memory, Skills und im Chat ein Kontextfenster von bis zu 1 Million Tokens auf allen bezahlten Plänen (Opus 5 und Sonnet 5).
- ChatGPT staffelt das Kontextfenster nach Plan (27K bis 400K Tokens) und bietet Projekte auf allen Plänen, Memory und Custom GPTs.
Prompt Engineering vs. Context Engineering: Wo liegt der Unterschied?
Prompt Engineering war 2023 die Antwort auf eine einfache Frage: Wie formuliere ich meine Anfrage so, dass das Modell liefert? Die Regeln kennen Sie vermutlich: klar und direkt schreiben, eine Rolle vergeben, Beispiele zeigen, ein Ausgabeformat verlangen. Das funktioniert bis heute, und zwar gut, solange es um eine einzelne Aufgabe in einem einzelnen Chat geht.
Nur arbeiten Unternehmen 2026 anders mit KI. Ein Projekt läuft über Wochen. Das Modell greift auf Dokumente, Datenbanken und Werkzeuge zu. KI-Agenten arbeiten in Schleifen und erzeugen bei jedem Schritt neue Informationen, die für den nächsten Schritt relevant sein könnten oder auch nicht. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr „Wie formuliere ich das?“, sondern „Welche Zusammenstellung des Kontexts führt am wahrscheinlichsten zum gewünschten Verhalten?“
Anthropic bezeichnet Context Engineering als die natürliche Weiterentwicklung des Prompt Engineering. Der Kern des Unterschieds: Ein Prompt wird einmal geschrieben. Der Kontext wird bei jedem Aufruf des Modells neu kuratiert. Das folgende Raster zeigt die Unterschiede auf einen Blick:
| Kriterium | Prompt Engineering | Context Engineering |
|---|---|---|
| Leitfrage | Wie formuliere ich meine Anweisung? | Welche Informationen braucht das Modell in genau diesem Moment? |
| Umfang | Die Anweisung: Systemprompt und Nutzerprompt | Anweisungen, Wissen, Beispiele, Werkzeuge, Gesprächsverlauf, Memory |
| Zeitpunkt | Einmalig, vor der Anfrage | Laufend, bei jedem Modellaufruf neu |
| Typischer Fehler | Vage oder widersprüchliche Anweisung | Überladener Kontext, veraltete Informationen, zu viele Werkzeuge |
| Werkzeuge | Rollen, Beispiele, XML-Struktur, Schritt-für-Schritt-Anleitung | Projekte, RAG, Compaction, Notizen, Skills, Sub-Agenten |
| Ziel | Eine gute Antwort | Zuverlässiges Verhalten über viele Schritte und Wochen hinweg |
Eigene Darstellung auf Basis von Anthropic, „Effective context engineering for AI agents“ (29. September 2025).
Woher der Begriff kommt
Der Begriff ist jung. Im Juni 2025 schlug Shopify-CEO Tobi Lütke auf X vor, statt von Prompt Engineering von Context Engineering zu sprechen, weil es die eigentliche Fähigkeit besser beschreibe: dem Modell den gesamten Kontext zu liefern, mit dem die Aufgabe plausibel lösbar ist. Andrej Karpathy, Gründungsmitglied von OpenAI, griff das am 25. Juni 2025 auf und beschrieb Context Engineering als die feine Kunst und Wissenschaft, das Kontextfenster mit genau den richtigen Informationen für den nächsten Schritt zu füllen. Am 29. September 2025 veröffentlichte das Applied-AI-Team von Anthropic den Beitrag „Effective context engineering for AI agents“, der bis heute die meistzitierte Referenz zum Thema ist und auf den sich dieser Artikel in weiten Teilen stützt.
Ist Prompt Engineering damit tot?
Nein. Eine vage Anweisung bleibt eine vage Anweisung, egal wie gut der Rest des Kontexts kuratiert ist. Prompt Engineering ist heute eine Schicht innerhalb eines größeren Systems. Was sich geändert hat, ist die Reihenfolge der Fragen: Zuerst klären Sie, was das Modell wissen muss und was nicht. Dann formulieren Sie die Anweisung. Wer nur an der Formulierung feilt, während das Modell mit 300 Seiten veralteter Dokumente kämpft, optimiert an der falschen Stelle.
Warum Kontext-Engineering 2026 wichtiger ist als jedes Prompt-Template
Auf den ersten Blick wirkt es paradox. Die Kontextfenster sind in zwei Jahren enorm gewachsen. Claude Opus 5 und Claude Sonnet 5 verarbeiten im Chat auf allen bezahlten Plänen bis zu 1 Million Tokens. Zum Vergleich: Anthropic gibt für 200.000 Tokens etwa 500 Textseiten an, eine Million Tokens entspricht also grob 2.500 Seiten. Warum sollte man da noch kuratieren, wenn einfach alles hineinpasst?
Die Antwort liefert die Forschung. Chroma Research testete im Juli 2025 unter dem Titel „Context Rot“ 18 aktuelle Sprachmodelle und stellte fest: Mit steigender Zahl an Tokens im Kontextfenster sinkt bei allen Modellen die Fähigkeit, Informationen daraus korrekt abzurufen. Manche Modelle bauen sanfter ab als andere, aber keines ist immun. Ein Detail am Rande, das für Claude-Nutzer interessant ist: Bei Störinformationen im Kontext zeigten die Claude-Modelle in der Chroma-Studie die niedrigsten Halluzinationsraten und gaben im Zweifel lieber keine Antwort, statt eine falsche zu erfinden. Anthropic beschreibt das mit dem Bild eines Aufmerksamkeitsbudgets: Jeder zusätzliche Token verbraucht einen Teil davon. Technisch liegt das an der Transformer-Architektur, in der jeder Token zu jedem anderen Token in Beziehung gesetzt wird, und daran, dass Modelle in der Ausbildung deutlich häufiger kurze als sehr lange Sequenzen gesehen haben.
Die Konsequenz für die Praxis: Kontext ist eine endliche Ressource mit abnehmendem Grenznutzen. Ein Projekt, in das Sie den kompletten SharePoint-Ordner hochladen, ist kein Kontext-Engineering. Die 40 Seiten, die für die Aufgabe wirklich zählen, sind es. Dazu kommt ein wirtschaftlicher Aspekt: Jeder Token kostet Rechenzeit, über die API bares Geld und im Chat einen Teil Ihres Nutzungskontingents. Kuratieren ist damit nicht nur eine Qualitäts-, sondern auch eine Kostenfrage.
Wer das verstanden hat, sieht auch, warum Kontext-Engineering ein Führungsthema ist. Es entscheidet, ob KI im Unternehmen zuverlässig und wiederholbar Ergebnisse liefert oder ob jeder Mitarbeiter täglich neu improvisiert. Genau hier setzt eine gute KI-Strategie für Unternehmen an: Sie legt fest, welches Wissen in welcher Form für KI-Systeme aufbereitet wird.
Die sechs Bausteine eines guten Kontexts (nach Anthropic)
Anthropics Leitprinzip lautet: Finden Sie die kleinstmögliche Menge an Tokens mit hohem Signalwert, die das gewünschte Ergebnis am wahrscheinlichsten macht. Das klingt einfach, ist in der Umsetzung aber Handwerk. Die folgenden sechs Bausteine fassen zusammen, worauf es laut dem Anthropic-Beitrag bei jedem Bestandteil des Kontexts ankommt. Sie gelten für Claude, lassen sich aber genauso auf ChatGPT, Gemini oder Copilot übertragen.
Anthropic spricht von der richtigen Flughöhe: Zwischen starren Wenn-dann-Regeln, die bei jeder Ausnahme brechen, und vagen Appellen, die dem Modell keine konkreten Signale geben.
- Klar gegliedert in Abschnitte: Hintergrund, Anweisungen, Werkzeuge, Ausgabeformat
- Minimal heißt nicht kurz: alles, was das Verhalten festlegt, gehört hinein, aber nichts darüber hinaus
- Empfohlene Vorgehensweise: Mit einer minimalen Anweisung und dem besten verfügbaren Modell starten, dann gezielt ergänzen, wo Fehler auftreten
Beispiele bleiben eine der wirksamsten Techniken. Anthropic rät aber explizit davon ab, jeden denkbaren Sonderfall als Regel in den Prompt zu stopfen.
- Wenige, vielfältige und typische Beispiele statt einer Liste aller Ausnahmen
- Ein gutes Beispiel zeigt Ton, Struktur und Tiefe gleichzeitig
- Für ein Modell sind Beispiele die Bilder, die mehr sagen als tausend Worte
Werkzeuge definieren, was das Modell tun und nachladen kann. Aufgeblähte Werkzeugsets mit überlappenden Funktionen sind laut Anthropic einer der häufigsten Fehler.
- Wenn ein Mensch nicht sagen kann, welches Werkzeug in einer Situation richtig ist, kann es das Modell auch nicht
- Werkzeugbeschreibungen und Rückgaben so knapp wie möglich halten
- Im Claude-Chat gilt dasselbe: Anthropic weist darauf hin, dass Tools und Connectors tokenintensiv sind und nur aktiv sein sollten, wenn sie gebraucht werden
Statt alle Daten vorab in den Kontext zu laden, behält das Modell nur leichte Verweise (Dateipfade, Links, gespeicherte Abfragen) und lädt Inhalte bei Bedarf nach. Anthropic nennt das progressive Erschließung.
- Claude Code arbeitet hybrid: Die Datei CLAUDE.md wird vorab geladen, alles andere holt sich das Modell mit Suchbefehlen bei Bedarf
- In Claude Projekten übernimmt der RAG-Modus diese Aufgabe automatisch, sobald das Projektwissen zu groß wird
- Nachteil: Nachladen ist langsamer. Deshalb empfiehlt Anthropic den einfachsten Ansatz, der funktioniert
Bei langen Aufgaben wächst der Verlauf über das Kontextfenster hinaus. Anthropic beschreibt zwei Techniken, die auch im Alltag funktionieren.
- Compaction: Der Verlauf wird zusammengefasst und die Arbeit mit der Zusammenfassung fortgesetzt. Claude Code behält dabei Architekturentscheidungen und offene Punkte und verwirft alte Werkzeugausgaben
- Strukturierte Notizen: Das Modell schreibt Fortschritt und Entscheidungen in eine Datei außerhalb des Kontexts und liest sie später wieder ein. Ein Beispiel ist die To-do-Liste in Claude Code
- Im Claude-Chat übernimmt die automatische Kontextverwaltung die Zusammenfassung, sobald ein Gespräch an das Limit kommt
Statt dass ein Agent den gesamten Zustand eines Projekts hält, erledigen spezialisierte Sub-Agenten Teilaufgaben mit eigenem, sauberem Kontext.
- Ein Sub-Agent darf zehntausende Tokens durcharbeiten, liefert aber nur eine verdichtete Zusammenfassung zurück, laut Anthropic oft 1.000 bis 2.000 Tokens
- Der Hauptagent koordiniert den Plan und bleibt frei für die Synthese
- Wie Sie solche Strukturen selbst bauen, zeigen wir im KI-Agenten Workshop
Welche Technik passt, hängt laut Anthropic von der Aufgabe ab: Compaction für Aufgaben mit viel Hin und Her, Notizen für iterative Arbeit mit klaren Meilensteinen, Sub-Agenten für komplexe Recherche und Analyse, bei der sich paralleles Erkunden lohnt.
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Erstberatung anfragen → Claude AI Masterclass ansehenContext Engineering für Claude: So setzt Anthropic es in der Praxis um
Anthropic hat Kontext-Engineering auf drei Ebenen in seine Produkte eingebaut: in die Claude-App mit Projekten, in Claude Code und in die API für eigene Anwendungen. Für die meisten Unternehmen ist die erste Ebene die wichtigste, deshalb beginne ich dort.
1. Im Claude-Chat und in Claude Projekten
- Kontextfenster: Claude Opus 5 und Claude Sonnet 5 bieten im Chat auf allen bezahlten Plänen 1 Million Tokens. Claude Opus 4.8, 4.7 und 4.6 sowie Sonnet 4.6 bieten 500.000 Tokens, alle übrigen Modelle 200.000 Tokens, was etwa 500 Seiten Text entspricht.
- Automatische Kontextverwaltung: Auf bezahlten Plänen mit aktivierter Code-Ausführung fasst Claude frühere Nachrichten automatisch zusammen, sobald ein Gespräch an das Limit kommt. Das zählt nicht zum Nutzungslimit, und der vollständige Verlauf bleibt erhalten. Wenn Claude in langen Gesprächen „seine Gedanken ordnet“, ist genau das im Gang.
- Projekte: Ein Projekt kombiniert Projektanweisungen (Rolle, Regeln, Ton) mit Projektwissen (Dateien und eingefügter Text). Auf bezahlten Plänen schaltet Claude automatisch in einen RAG-Modus, sobald das Projektwissen an die Kontextgrenze kommt: Statt alles zu laden, durchsucht Claude die Dokumente und holt nur die relevanten Passagen. Die Kapazität steigt damit um bis zu das Zehnfache, ein Indikator im Projekt zeigt den Modus an. Anthropic empfiehlt, Projektanweisungen knapp zu halten und für Rolle, Kernregeln und allgemeinen Kontext zu nutzen.
- Memory: Claude merkt sich auf Wunsch Ihren beruflichen Kontext und Ihre Arbeitsweise. Das Gedächtnis ist nach Projekten getrennt (jedes Projekt hat sein eigenes), einsehbar und editierbar. Incognito-Chats landen weder in der Chronik noch im Gedächtnis.
- Skills: Skills sind wiederverwendbare Ordner mit einer Datei SKILL.md, die Claude Fachwissen und Arbeitsabläufe beibringen. Der Clou für das Kontext-Engineering: Bis ein Skill ausgelöst wird, belegen nur sein Name und seine Beschreibung Platz im Kontext. Sie können also viele Skills installieren, ohne dass der Kontext darunter leidet. Anthropic hat Skills im Oktober 2025 eingeführt und das Format als offenen Standard veröffentlicht. Wie Sie eigene Skills aufbauen, zeigt unser Praxisguide KI Skills erstellen.
2. In Claude Code
Claude Code ist das Anschauungsbeispiel im Anthropic-Beitrag. Die Datei CLAUDE.md wird zu Beginn in den Kontext geladen, alle weiteren Dateien holt sich das Modell mit Such- und Dateibefehlen bei Bedarf. Nähert sich ein Gespräch dem Limit, fasst Claude Code den Verlauf zusammen und arbeitet mit der Zusammenfassung plus den fünf zuletzt genutzten Dateien weiter. Eine To-do-Liste dient als Notizbuch über viele Werkzeugaufrufe hinweg, und Sub-Agenten übernehmen abgegrenzte Teilaufgaben. Wer sehen will, wie Kontext-Engineering in einem echten Agenten aussieht, findet hier das beste Studienobjekt.
3. Über die Claude API für eigene Anwendungen
Für Teams, die eigene KI-Assistenten oder Agenten bauen, hat Anthropic die Techniken aus dem Beitrag als Funktionen der API bereitgestellt: Context Editing entfernt alte Werkzeugergebnisse und Denkschritte automatisch aus dem Verlauf. Die serverseitige Compaction (seit Januar 2026 als Beta verfügbar) fasst den Verlauf zusammen und ersetzt ihn durch die Zusammenfassung, wobei sich mit eigenen Anweisungen steuern lässt, was erhalten bleibt. Das Memory Tool erlaubt es Claude, Wissen in Dateien außerhalb des Kontextfensters zu speichern und später wieder zu lesen. Anthropic empfiehlt, Compaction und Memory Tool zu kombinieren: Compaction hält den aktiven Kontext klein, Memory sichert, was die Zusammenfassung überleben muss. Einen Einstieg in die Plattformen für eigene Agenten gibt unser Guide KI-Agenten selber erstellen. Wie Sie solche Bausteine ohne Entwicklerteam nutzen, zeigen wir im Workshop Eigene KI-Tools bauen.
4. Prompt-Tipps, die bei Claude nachweislich wirken
Prompt Engineering bleibt eine Schicht des Ganzen. Diese Empfehlungen stammen direkt aus Anthropics Dokumentation:
- Lange Dokumente oben, Frage unten. Bei Eingaben ab etwa 20.000 Tokens gehören die Dokumente an den Anfang und die Frage ans Ende. In Anthropics Tests verbesserte das die Antwortqualität um bis zu 30 Prozent, besonders bei mehreren Dokumenten.
- XML-Tags als Struktur. Trennen Sie Anweisungen, Beispiele und Dokumente mit Tags wie
<instructions>,<example>oder<document>. Das verhindert, dass Claude Beispiele mit Anweisungen verwechselt. - Erst zitieren, dann antworten. Bitten Sie Claude bei langen Dokumenten, zuerst die relevanten Passagen zu zitieren. Das schneidet das Rauschen des restlichen Dokuments weg.
- Rolle in die Systemanweisung, Aufgabe in die Nachricht. Die Rolle gehört in den Systemprompt beziehungsweise in die Projektanweisungen, die konkrete Aufgabe in den Chat.
- Die goldene Regel: Zeigen Sie Ihren Prompt einem Kollegen ohne Vorwissen. Versteht er die Aufgabe nicht, versteht Claude sie auch nicht.
Wer diese Grundlagen in einem Tag sauber lernen will, ist im Workshop Claude für Manager richtig, dem ersten Tag der Claude AI Masterclass.
Claude vs. ChatGPT: Kontext-Engineering im direkten Vergleich
Beide Anbieter stellen im Prinzip dieselben Bausteine bereit: ein Kontextfenster, Projekte mit Anweisungen und Dateien, ein Gedächtnis und wiederverwendbare Anleitungen. Die Unterschiede liegen im Detail, und genau die Details entscheiden im Alltag. Die Tabelle fasst den Stand vom 27. August 2026 zusammen, jeweils nach den Angaben der Hersteller:
| Merkmal | Claude (Anthropic) | ChatGPT (OpenAI) |
|---|---|---|
| Kontextfenster im Chat | 1 Million Tokens auf allen bezahlten Plänen mit Opus 5 und Sonnet 5. Opus 4.8, 4.7, 4.6 und Sonnet 4.6: 500.000 Tokens. Übrige Modelle: 200.000 Tokens. | Nach Plan gestaffelt. Instant-Modelle: 27K (Free), 54K (Go, Plus), 128K (Pro). Reasoning-Modelle: 256K (Go, Plus, Business, Enterprise), 400K (Pro). Ein Teil des Fensters ist für Systemanweisungen, Memory und interne Verarbeitung reserviert. |
| Projekte | Projektanweisungen plus Projektwissen (Dateien und eingefügter Text). Auf bezahlten Plänen automatischer RAG-Modus mit bis zu zehnfacher Kapazität. Chats innerhalb eines Projekts teilen ihren Kontext nur über das Projektwissen, ergänzt durch projektbezogene Memory und die Suche in früheren Chats. | Auf allen Plänen inklusive Free. Dateien, Anweisungen und Chats in einem Arbeitsbereich. Chats im Projekt können auf frühere Chats desselben Projekts zurückgreifen. Option „Nur Projekt-Memory“ verhindert Vermischung mit anderen Themen. Teilen mit Kollegen in Business, Enterprise und Edu. |
| Memory | Optional. Nach Projekten getrennt, einsehbar und editierbar. Zusätzlich Suche in früheren Chats. Incognito-Chats ohne Speicherung. | Kontoweites Memory plus „Memory mit früheren Chats“, Umfang nach Plan gestaffelt (Free: eingeschränkt). Pro Projekt auf „Nur Projekt-Memory“ umstellbar. |
| Wiederverwendbare Anleitungen | Skills (SKILL.md, offener Standard). Laden erst bei Bedarf in den Kontext, bis dahin nur Name und Beschreibung. | Custom GPTs mit Wissensdateien (erstellen ab Plan Go). Skills als Beta-Funktion auf allen Plänen. |
| Automatische Kontextverwaltung | Fasst bei Annäherung an das Limit frühere Nachrichten automatisch zusammen (bezahlte Pläne, Code-Ausführung aktiviert). Zählt nicht zum Nutzungslimit. | ChatGPT verwaltet ein geteiltes Kontextfenster; der für Eingaben nutzbare Anteil ist laut OpenAI kleiner als das Gesamtfenster und ändert sich dynamisch je nach aktiven Funktionen und Memory. |
| Unternehmenswissen anbinden | Connectors zu Google Drive, Notion, Slack und anderen Quellen (MCP), auf Wunsch pro Chat zuschaltbar. | Apps und Connectors zu internen Tools ab Plan Plus. Company Knowledge in Business- und Enterprise-Arbeitsbereichen. |
Quellen: Anthropic Help Center (Kontextfenster, Projekte, Memory), Anthropic Platform Docs (Skills), OpenAI Preisseite chatgpt.com/pricing und OpenAI Help Center (Projekte), alle abgerufen am 27. August 2026. Details und Links in der Quellenliste am Ende.
Meine Einordnung
Drei Punkte fallen im Vergleich auf. Erstens bekommen Sie bei Claude das große Kontextfenster ab dem ersten bezahlten Plan, bei ChatGPT wächst es mit dem Preis. Für Teams, die regelmäßig mit langen Verträgen, Ausschreibungen oder Studien arbeiten, ist das ein handfester Unterschied. Zweitens macht Claude den Übergang in den RAG-Modus sichtbar. Sie sehen, wann Ihr Projekt zu groß wird, und können gegensteuern. Drittens hat ChatGPT Projekte auch im kostenlosen Plan und lässt Chats innerhalb eines Projekts aufeinander aufbauen, während Claude Beständiges konsequent ins Projektwissen und in die projektbezogene Memory verlagert.
Der wichtigste Punkt steht aber nicht in der Tabelle: Beide Werkzeuge belohnen dieselbe Disziplin. Wer seinen Kontext kuratiert, bekommt in beiden Systemen bessere Ergebnisse, wer alles hineinkippt, in beiden schlechtere. Ich bleibe deshalb bewusst werkzeugneutral. Welche Plattform für Ihr Unternehmen passt, klären wir im Workshop Aktuelle KI-Tools im Vergleich, und wer ChatGPT als Standardwerkzeug hat, findet die passende Vertiefung im ChatGPT Praxis-Workshop.
Praxisbeispiel: Kontext-Engineering mit Claude Projekten in fünf Schritten
Theorie ist gut, ein Beispiel ist besser. Ich nehme einen Fall aus unserem eigenen Alltag in der Akademie für KI: Angebote schreiben. Jedes Angebot ist anders, aber Preislogik, Leistungskatalog, Ton und Struktur bleiben gleich. Genau diese Trennung zwischen Konstantem und Variablem ist der Kern von Kontext-Engineering, und Claude Projekte bilden sie sauber ab.
Ein Projekt, ein Zweck
Legen Sie das Projekt „Angebote“ an, nicht „Alles rund um Vertrieb“. Je enger der Zweck, desto präziser die Anweisungen und desto kleiner das Wissen, das hinein muss.
Projektanweisungen auf der richtigen Flughöhe
Rolle, Ziel, Regeln, Ton und Format in wenigen Zeilen. Keine Wenn-dann-Kaskaden, keine leeren Appelle. Beispiel unten.
Projektwissen kuratieren
Nur, was jedes Angebot braucht: Preislogik, Leistungskatalog, drei Musterangebote, Stilguide. Nicht der CRM-Export der letzten fünf Jahre.
Pro Chat nur das Spezifische
Neuer Chat pro Angebot, E-Mail-Verlauf oder Call-Notizen einfügen, Angebotstyp nennen. Das Projekt liefert den konstanten Teil, der Chat den variablen.
Testen, messen, pflegen
Drei echte Fälle durchlaufen, mit Ihrem besten Angebot vergleichen, nur dort nachschärfen, wo Fehler auftreten. Wissen quartalsweise aufräumen.
Gehört ins Projektwissen
- Preislogik als kurze Textdatei
- Leistungskatalog mit Formaten und Dauer
- Drei Musterangebote, die wirklich gut waren
- Stilguide: Ton, Begriffe, Tabus
- Referenzliste, aktuell gehalten
Bleibt draußen
- Alte Angebote mit veralteten Preisen
- Komplette Meeting-Transkripte
- CRM-Exporte und Kontaktlisten
- Allgemeine Unternehmenspräsentationen
- Alles, was „vielleicht mal nützlich“ ist
Zwei Feinheiten, die in der Praxis den Unterschied machen. Erstens teilen Chats innerhalb eines Claude Projekts ihren Kontext nicht automatisch. Was für jedes Angebot gelten soll, gehört deshalb in die Anweisungen oder ins Projektwissen, nicht in einen einzelnen Chat. Für wiederkehrende Vorlieben hilft zusätzlich die projektbezogene Memory. Zweitens sagt Ihnen der RAG-Indikator im Projekt, wann Ihr Wissen zu groß geworden ist. Dann heißt es nicht „mehr hochladen“, sondern „aufräumen“ oder das Projekt teilen, etwa in „Angebote Workshops“ und „Angebote Beratung“.
Wenn ein Ablauf über mehrere Projekte hinweg gleich bleibt, etwa die Formatierung als Word-Dokument, lagern Sie ihn in einen Skill aus (Beispiele dafür finden Sie im Beitrag Claude Skills erstellen). Der Skill liegt außerhalb des Projekts, belegt bis zu seiner Aktivierung fast keinen Kontext und steht in jedem Chat zur Verfügung.
Ein Angebot entsteht in wenigen Minuten statt in einer Stunde, mit konsistentem Ton, korrekten Preisen und ohne erfundene Leistungen. Und jeder im Team arbeitet mit demselben Kontext, nicht mit seiner eigenen Prompt-Sammlung. Nach genau diesem Muster ist unser eigenes Angebots-Projekt aufgebaut.
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Individuellen Workshop anfragen → Claude Zertifikat ansehenDie sieben häufigsten Fehler beim Context Engineering (und was stattdessen hilft)
In unseren Workshops sehen wir immer wieder dieselben Muster. Keines davon ist ein Formulierungsproblem, alle sind Kontextprobleme:
Alles hochladen
Der ganze Ordner statt der relevanten Dokumente. Besser: die 40 Seiten, die zählen. Wenn der RAG-Modus anspringt, ist das ein Signal zum Aufräumen.
Regeln statt Beispiele
Zwanzig Wenn-dann-Regeln für jeden Sonderfall. Besser: drei typische Beispiele, die Ton, Struktur und Tiefe zeigen.
Alle Connectors immer an
Jeder aktive Connector kostet Kontext, auch wenn er nicht gebraucht wird. Besser: nur zuschalten, was die Aufgabe verlangt.
Frage vor dem Dokument
Bei langen Eingaben gehört das Dokument nach oben und die Frage nach unten. Bis zu 30 Prozent bessere Antworten laut Anthropic.
Ein endloser Chat für alles
Der Verlauf wird zum Rauschen. Besser: neuer Chat pro Aufgabe, das Konstante ins Projekt, das Variable in den Chat.
Wissen nie aufräumen
Veraltete Preislisten neben aktuellen erzeugen Widersprüche, die das Modell nicht auflösen kann. Besser: fester Termin pro Quartal für den Review.
Nicht testen
Ein Projekt aufsetzen und hoffen. Besser: drei echte Fälle durchlaufen, Abweichungen notieren, Anweisungen gezielt anpassen. So wie Anthropic es empfiehlt: minimal starten, an Fehlern nachschärfen.
Fazit: Kontext ist die neue Kernkompetenz
Die Modelle sind gut genug. Der Unterschied zwischen Teams, die mit KI zuverlässig liefern, und Teams, die täglich improvisieren, liegt 2026 im Kontext: welches Wissen aufbereitet ist, welche Anweisungen stehen, welche Beispiele zeigen, wie gut aussieht. Prompt Engineering bleibt Teil davon, aber es ist nicht mehr die ganze Geschichte. Wer Kontext-Engineering im Unternehmen verankern will, braucht drei Dinge: Mitarbeiter, die die Bausteine kennen, eine Wissensbasis, die dafür gepflegt wird, und eine KI-Strategie, die beides zusammenhält. Alle drei lassen sich in Wochen aufbauen, nicht in Jahren.
Faktenstand dieses Artikels: 27. August 2026. Kontextfenster, Pläne und Funktionen ändern sich laufend. Wir aktualisieren den Beitrag bei wesentlichen Änderungen.
Häufige Fragen zu Context Engineering und Prompt Engineering
Was ist Context Engineering (Kontext-Engineering)?
Context Engineering, auf Deutsch Kontext-Engineering, ist die Disziplin, für jede Anfrage an ein KI-Modell die bestmögliche Zusammenstellung aller Informationen im Kontextfenster zu gestalten: Systemanweisungen, Wissen und Dokumente, Beispiele, Werkzeuge und Gesprächsverlauf. Anthropic definiert es als die Gesamtheit der Strategien, mit denen die optimale Auswahl an Tokens während der Verarbeitung kuratiert und gepflegt wird. Populär wurde der Begriff im Juni 2025 durch Tobi Lütke und Andrej Karpathy, im September 2025 hat Anthropic ihn ausformuliert.
Was ist der Unterschied zwischen Prompt Engineering und Context Engineering?
Prompt Engineering optimiert die Formulierung einer Anweisung: klar, direkt, mit Rolle, Beispielen und Ausgabeformat. Context Engineering optimiert alles, was das Modell im Moment der Anfrage sieht, und zwar bei jedem Schritt neu: welche Dokumente geladen sind, welche Werkzeuge aktiv sind, was aus dem Verlauf behalten oder zusammengefasst wird. Anthropic bezeichnet Context Engineering als natürliche Weiterentwicklung des Prompt Engineering. Der Prompt ist ein Teil des Kontexts, aber nicht der ganze.
Ist Prompt Engineering tot?
Nein. Klare Anweisungen, gute Beispiele und eine saubere Struktur bleiben wichtig, weil eine vage Anweisung auch im besten Kontext vage bleibt. Prompt Engineering ist heute eine Schicht innerhalb des Kontext-Engineerings. Geändert hat sich die Reihenfolge der Fragen: Zuerst klären Sie, was das Modell wissen muss und was nicht, dann formulieren Sie die Anweisung.
Was bedeutet Context Rot?
Context Rot beschreibt den Effekt, dass ein Sprachmodell Informationen umso schlechter abruft, je mehr Tokens sich im Kontextfenster befinden. Chroma Research untersuchte das im Juli 2025 an 18 Modellen und fand den Effekt bei allen, wenn auch unterschiedlich stark. Anthropic erklärt ihn mit einem begrenzten Aufmerksamkeitsbudget: Jeder zusätzliche Token verbraucht einen Teil davon. Die Konsequenz: Kontext ist eine endliche Ressource, die kuratiert werden muss.
Wie groß ist das Kontextfenster von Claude?
Laut Anthropic Help Center (Stand August 2026) bieten Claude Opus 5 und Claude Sonnet 5 im Chat auf allen bezahlten Plänen 1 Million Tokens. Claude Opus 4.8, 4.7 und 4.6 sowie Sonnet 4.6 bieten 500.000 Tokens, alle übrigen Modelle 200.000 Tokens, was etwa 500 Seiten Text entspricht. Auf bezahlten Plänen mit aktivierter Code-Ausführung fasst Claude frühere Nachrichten automatisch zusammen, sobald ein Gespräch an das Limit kommt.
Worin unterscheiden sich Claude Projekte und ChatGPT Projekte?
Beide bündeln Anweisungen, Dateien und Chats zu einem Thema. Claude Projekte schalten auf bezahlten Plänen automatisch in einen RAG-Modus, sobald das Projektwissen an die Kontextgrenze kommt, und erweitern die Kapazität um bis zu das Zehnfache; Chats teilen ihren Kontext nur über das Projektwissen, ergänzt durch projektbezogene Memory. ChatGPT Projekte sind auf allen Plänen inklusive Free verfügbar, Chats im Projekt können auf frühere Chats desselben Projekts zurückgreifen, und mit „Nur Projekt-Memory“ bleibt das Gelernte im Projekt.
Brauche ich Programmierkenntnisse für Context Engineering?
Nein. Die wichtigsten Hebel, nämlich Projektanweisungen, kuratiertes Projektwissen, gute Beispiele, ein neuer Chat pro Aufgabe und schlanke Connectors, funktionieren komplett ohne Code in der Claude-App oder in ChatGPT. Programmierkenntnisse brauchen Sie erst, wenn Sie eigene Agenten über die API bauen und Funktionen wie Context Editing, Compaction oder das Memory Tool nutzen wollen. Auch dafür gibt es inzwischen Wege ohne Entwicklerteam, etwa in unserem Workshop Eigene KI-Tools bauen.
Wie lernt mein Team Context Engineering am schnellsten?
Am schnellsten an einem echten Prozess: ein Projekt für eine wiederkehrende Aufgabe aufsetzen, Anweisungen und Wissen kuratieren, drei reale Fälle testen und nachschärfen. Genau so arbeiten wir in der Claude AI Masterclass (zwei Tage) und im Claude Zertifikat, dem achtwöchigen Online-Lehrgang. Für Unternehmen gestalten wir den Workshop individuell mit Ihren Anwendungsfällen, gerne auch werkzeugneutral für Claude, ChatGPT und Copilot.
- Anthropic, Applied AI Team: Effective context engineering for AI agents, Engineering Blog, 29. September 2025.
- Anthropic Help Center: How large is the context window on paid Claude plans?, Stand August 2026.
- Anthropic Help Center: What are projects? und Retrieval Augmented Generation (RAG) for Projects.
- Anthropic Help Center: Use Claude's chat search and memory to build on previous context; Anthropic: Bringing memory to teams.
- Anthropic Platform Docs: Agent Skills, Compaction, Context editing, Memory tool.
- Anthropic Docs: Prompt engineering overview und Long context prompting tips.
- OpenAI: ChatGPT Pricing (Kontextfenster nach Plan) und OpenAI Help Center: Projects in ChatGPT.
- Chroma Research: Context Rot: How Increasing Input Tokens Impacts LLM Performance, Technical Report, 14. Juli 2025.
- Andrej Karpathy: Beitrag auf X zu Context Engineering, 25. Juni 2025.
News & Wissen rund um KI
Aktuelle Beiträge der Akademie für KI und Artikel aus dem Magazin "KI-Amigo"
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Das KI-Magazin der Akademie für Künstliche Intelligenz und Digitalisierung: News, Praxiswissen und Analysen
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Caterpillar steckt 100 Millionen Dollar in Weiterbildung
Caterpillar überträgt jahrzehntelange Erfahrung mit autonomen Maschinen im Bergbau auf die Einführung von KI-Werkzeugen. 100 Millionen Dollar fließen in fünf Jahren in…

Alle im Bild bekommen eine grüne Box, nur der Hemdträger nicht: Was der Angriff auf Computer Vision für Ihre Kameras bedeutet
Der Künstler Simon Weckert hat ein absichtlich hässliches Hemd vorgestellt, das ein frei verfügbares Modell zur Personenerkennung austrickst. Belegt ist die Wirkung…

Seit 31. August buchen Firmen ChatGPT-Werbung selbst. Wer für Plus zahlt, bekommt sie nie zu sehen
OpenAI meldet für sein Werbegeschäft in ChatGPT einen annualisierten Umsatz von einer Milliarde Dollar und öffnet die Selbstbuchung für Europa. Werbung sehen…

Der Agent sagt, er brauche Minuten. Er braucht Sekunden. Für die Zeitplanung mit KI-Agenten heißt das: keine Freigabe ohne externe Uhr
Programmier-Assistenten wie Claude Code und OpenAI Codex können weder vorhersagen, wie lange eine Aufgabe dauert, noch verlässlich sagen, wie lange sie schon…

Chefs loben KI, Sachbearbeiter fürchten sie. Die Akzeptanz von KI im Unternehmen zerfällt entlang der Hierarchie
Der Anteil positiver KI-Kommentare in Arbeitgeberbewertungen fiel von 81 Prozent (2019) auf 43 Prozent (Mitte 2026). Die Jobangst erklärt nur einen Teil…

Meta wollte „KI-nativ“ werden und einzelne Teams um 60 Prozent schrumpfen. Dann kippte der Konzern seinen eigenen Plan
Meta hat den Plan gestoppt, große Teile der Belegschaft durch KI-Agenten zu ersetzen. Interne Kennzahlen zeigten mehr technische Aktivität, aber kaum mehr…

95% KI-genereriert: Chinas Kurzdrama-Industrie zeigt, wo Verdrängung wirklich beginnt
Im ersten Quartal 2026 waren rund 95 Prozent der 128.000 neu veröffentlichten Kurzdramen in China KI-generiert. Was der Verdrängungseffekt über Produktionskosten, Rechte…

Gekündigte Entwickler bauen sich einen KI-Management-Agenten als Chef. Der Versuch verrät mehr über Führung als über KI
Open Executive ist ein frei verfügbarer KI-Management-Agent und bildet acht C-Level-Rollen in einem Multi-Agenten-System auf Claude-Basis ab. Das Projekt der Organisation SenteLabsAI…

«Einer der größten Diebstähle geistigen Eigentums der Geschichte»: Die Klage gegen Anthropic zielt auf die Trainingsdaten, nicht auf Claude
Sony Music Publishing und Warner Chappell Music verklagen Anthropic und dessen Mitgründer wegen massenhafter Urheberrechtsverletzungen beim Training der Claude-Modelle. Die Forderungen reichen…

Drei Tote in Saporischschja: Autonome Waffensysteme zeigen, dass Aufsicht ohne Abbruchrecht nichts wert ist
Am 6. Juli 2026 wählte eine russische Drohne in Saporischschja ihr Ziel offenbar selbst und tötete drei Zivilisten. Berichte vom 27. bis…
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